Der Wein des Monats Juni 2000
 
Holunderblütenwein
Hier handelt es sich um einen der aromatischsten Weine, die es gibt. Das Aroma der frischen Holunderblüten ist dermaßen vorzüglich, daß es sich lohnt, gleich ein wenig mehr herzustellen ...
Er eignet sich ferner zum Aromatisieren anderer Weine.
Für 10 L Holunderblütenwein benötigt man:
 
500 g frische Holunderblüten .
1 Fläschchen Reinzuchthefe "Haute Sauternes" oder "Portwein",
5 Tabletten Hefenährsalz,
Saft von 7 Zitronen, 250 g Rosinen (nach Geschmack).
2,5 kg Zucker . 8,5 L Wasser
 
An Geräten wird benötigt:
 
1 Weinballon (25 L Fassungsvermögen),
1 Gärverschluß,
1 Gummidichtung
 
Rezept:
2-3 Tage vor der Weinherstellung wird die Hefe in ein kleines Glas mit 250 ml Apfelsaft gegeben. Man verschließt das Glas mit einem Wattebausch. Da der Wein nur schwer angärt, ist dieser Vorgärungsprozeß nötig.
 
Der Zucker wird in dem heißen Wasser aufgelöst. Nachdem das Wasser auf ca. 25 Grad abgekühlt ist, wird die Hefe, die zerstoßenen Nährsalztabletten und der Zitronensaft untergerührt.
 
Die Holunderblütendolden werden sorgfältig saubergeschüttelt und in den Weinballon gegeben. Dann gießt man die Wasserlösung darüber und gibt die Rosinen dazu. Gut schütteln!
Der Weinballon wird mit der Gummidichtung und dem Gäraufsatz verschlossen an einen warmen Ort gestellt. Die nächsten 4 - 6 Wochen muß einmal täglich der Ballon vorsichtig geschwenkt werden. Wenn der Wein nicht mehr "blubbert", kann die Holunder-"Maische" abgegossen werden und der reine Wein wieder zurück in den Ballon gegeben werden. Nach weiteren 2 - 3 Monaten kann der Wein in Flaschen gefüllt werden.

Je nach Geschmack kann mit reinem Zucker nachgesüßt werden.
Eine leichte Schwefelung ist zu empfehlen, da sich der Wein so länger hält - man rechnet auf 10 L Wein 1 g Schwefel.
 

Das Kräuterparadies Copyright © 2000 Susanne Kinne