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| a) Was blüht denn da? | |||||||||||||||||||||||
| Arnika ( Arnica montana) gehört zur Familie der Korbblütengewächse und wird im Volksmund oft auch Wolfsblume, Bergwurz, Johannisblume, Engelkraut, Wohlverlei, Marienkraut, Sternblume, Feuerblume oder Mutterwurz genannt. Es handelt sich um eine stark riechende, ausdauernde Zierpflanze mit einer Rosette flach am Boden liegender, eiförmiger Blätter und filzigen, 30 - 60 cm hohen Blütenschäften. Im Sommer und Herbst erscheinen hellgelbe Blüten. Der behaarte Stengel trägt nur wenige, kleine Blätter. Man findet Arnika wild vorkommend im Hochgebirge und auf bergigen Wiesen. Dort bevorzugt sie sand- und humushaltige, saure Lehmböden. Man findet sie auch auf torfigen Böden. An ihren Standorten tritt sie meist in Rudeln auf. Inzwischen wird sie bei uns jedoch auch häufig als Gartenblume kultiviert. Die Hauptinhaltsstoffe sind Sesquiterpenlactone, Helenalinester, Flavonoide, Chamissonolide, ätherisches Öl, Zimtsäuren, Cumarine und Polyacetylene. Die Droge ist wegen ihres Gehaltes an Helenalinester leicht giftig und gehört nur in die Hand des Arztes! Arnika ist eine geschützte Pflanze und darf nicht ausgegraben werden! |
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| b) Tipps für kids | |||||||||||||||||||||||
| Das Kräuter-Teekessel-Spiel | |||||||||||||||||||||||
| Wir setzen uns mit einer Tasse Kräutertee im Kreis zusammen und machen ein Gedächtnisspiel, dessen Name "Teekessel" sehr gut zum Teetrinken paßt. Die erste Spielerin beginnt: "In meinem Kräuter-Teekessel befindet sich..." und nennt einen beliebigen Gegenstand aus der Kräuterküche. Reihum zählt nun jeder Mitspieler auf, was sich schon im Teekessel befindet, und fügt einen weiteren Gegenstand hinzu. So wird die Reihe immer länger, bis irgendein Mitspieler den ersten Fehler macht! Diese Person muß nun ein Pfand abgeben und beginnt einen neuen Teekessel zu füllen. Viel Spaß! |
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| c) Alternative Hausapotheke | |||||||||||||||||||||||
| Als Tinktur war Arnika einst beliebt bei den Quäkern und wurde in vielen Ländern zur Behandlung von Quetschungen, Verstauchungen, Halsentzündungen, Wunden und Lähmungen eingesetzt. Viele Bergbauern rauchten damals die Blätter als Mittel gegen Husten, Katarrh und Bronchitis. Dank ihrer leicht fiebersenkenden Wirkung galt Arnika als "Chinin der armen Leute". Goethe schätzte seine Arnika-Herztropfen eher als Anregung... Heute ist Arnika in homöopathischen Arzneimitteln gegen Epilepsie und hohen Blutdruck enthalten. Die Blüten und der Wurzelstock regen Herz und Kreislauf an. Arnikatinktur (1 Teil der Droge auf 10 Teile 70%igen Alkohol) wird äußerlich bei Quetschungen, Hämatomen, Distorsionen und Prellungen angewendet. Auch eine Wirksamkeit bei rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden, Oberflächenphlebitis und Entzündungen, z.B. nach Insektenstichen. Auch bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum leistet Arnika gute Dienste. Arnika ist noch heute ein Bestandteil von französischem Kräutertabak und mancher Kosmetika, Haarwaschmittel und Badezusätze. Vorsicht: Die Pflanze ist leicht giftig und innerlich nicht zur Selbstbehandlung geeignet! Nur eine äußerliche Anwendung gilt als so gut wie unbedenklich. |
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| d) Konservierungsmethoden | |||||||||||||||||||||||
| Man verwendet das ganze Kraut, besonders die frischen oder langsam im Schatten getrockneten Blüten. Die Wurzeln werden im späten Frühjahr oder Herbst geerntet und am besten im Backofen bei niedrigster Temperatur getrocknet. Auf diese Weise halten sie sich fest verschlossen bis zu 1 Jahr. |
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| f) Kräuter im Garten | |||||||||||||||||||||||
| Arnika wächst am besten in saurem Sandboden und in voller Sonne. Die Vermehrung erfolgt im Frühjahr durch Aussaat in den kalten Kasten (keimt nur sehr langsam). Im Herbst kann man ins Freiland pflanzen. Eine Vermehrung ist im Frühjahr und Herbst auch durch Wurzelteilung möglich. |
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| g) Orakel und Magie | |||||||||||||||||||||||
| Arnika wurde zu Johanni um die Felder gesteckt, um das Getreide vor dem Korndämon, dem Bilwisschnitter, zu schützen. Der Name "Bilwis" bedeutet "der um wunderbares Wissende". Dieser war in heidnischen Zeiten niemand anderes als der Priester , der die Felder schützte. Er steckte das "Wolfskraut" (Arnika), damit der "Kornwolf" (die Kraft des Feldes) nicht schwand. Wenn diese Kraft das Feld verläßt, verdorrt das Korn. Später, bei der Ernte, schlüpft der Kornwolf in die letzte Garbe; sie wird dann geschmückt und triumphierend von den Schnittern unter großem Jubel ins Dorf getragen.... Der alte Name von Arnika "Wohlverlei" kommt aus dem Germanischen und bildete sich aus dem Wort "Wolfesleich". Dies deutet an, daß das Volk in der giftigen Pflanze die andere Gestalt (das Gleichnis) eines Wolfsdämons sah. Auch andere Wolfskräuter, wie Wolfsbeeren, Wolfswurz u.ä., sind Giftpflanzen. Dieses der Göttin Freya gewidmete Kraut ist, wie zu erwarten, sehr heilkräftig und durfte in den Sonnenwendkräutern nicht fehlen! Arnika wurde auch im Wetterzauber benutzt und bei Gewitter wurde damit geräuchert. Man sagte dabei folgenden Spruch auf: "Steck Arnika an, steck Arnika an, Damit sich das Wetter scheiden kann!" |
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